Timeline für Pages

Chronisch für Seiten
oder: Ist Facebook überhaupt noch ein „social network“?

Seit gestern gibt es bei Facebook also die Timeline (deutsch: Chronik) für Seiten.
Erwartet hat es eigentlich jeder, aber dass es so plötzlich, ohne Voranmeldung noch vor der Konferenz für alle zugänglich ist, das war dann schon eine Überraschung.

Ich hatte in der Mittagspause immerhin Zeit, die Münsterhexen umzustellen (bei anderen Seiten ist es noch eine Frage der Tabs) und mir Gedanken zu den neuen Funktionen und zum neuen Aussehen zu machen.
Und genau aus diesen Gedanken entwickelt sich der Untertitel …

Ich bin der neugierige Geek und schreibe hier so rum.
Im normalen Leben bin ich Experte für Marketingaufbau und B2B-Marketing, Start-up Enthusiast, Kickstarter-Backer und Investor.

Facebook-Fans bei lokalen Events

Ich betreue nebenbei die Facebook-Fanpage für ein lokales Brauchtums“event“
und konnte gerade eine sehr interessante Sache beobachtet …

Gewinnspiel vs. Präsenz
Nachdem die Facebook-Page des Großen Narrentreffens deutlich mehr Fans, als die der eigentlich Konstanzer Fasnacht aufwies, rief ich dazu auf, möglichst viele Fasnachtsbegeisterte Freunde auf die Seite einzuladen. (In Konstanz eigentlich kein großes Ding, denn laut einer repräsentativen Umfrage feiern 75% der Konstanzer aktiv & begeistert Fasnacht.) Anhand von zwei Stichtagen verbunden mit einer bestimmten Anzahl von Fans, würde es zwei unterschiedliche Gewinnspiele geben. Der Zeitpunkt zum 1. Stichtag war extrem kurz und obwohl die „Viralität“ des Aufrufs den bisher höchsten Wert erreichte, konnte nur eine Fansetiegerung von 5% beobachtet werden.

Ein Co-Admin war beim Narrentreffen dann mit Kamera auf der Gass, er trug eine gelbe Warnweste mit Facebook-URL & QR-Code. Über die Dauer des Events gab es bei uns eine Fan-Steigerung von etwa 15%.
Das Große Narrentreffen erreichte übrigens über die Zeit des Treffens Fansteigerung von ebenfalls etwa 10% – deren Facebook-Page wurde aber massiv beworben.

Man kann also mit wenig Budget etwas reißen, wenn man – und das ist nicht nur bei Fasnacht sondern bei allen Events wichtig – vor Ort ist.

Für mich besiegt damit die Präsenz das Gewinnspiel und wir werden im Team über eine Möglichkeit der Präsenz an Fasnacht direkt nachdenken – was allerdings schwierig ist, wenn man selbst in unterschiedlichen Vereinen eingebunden ist …

Ich bin der neugierige Geek und schreibe hier so rum.
Im normalen Leben bin ich Experte für Marketingaufbau und B2B-Marketing, Start-up Enthusiast, Kickstarter-Backer und Investor.

Allerbeste Referenzen

Zu unserer vollste Zufriedenheit
hat er sich stets bemüht …

Nein, ich will hier keine Interpretationslisten gängiger Floskeln und Codes aus Arbeitszeugnissen anbieten – das findet jeder selbst binnen 15 Sekunden via Suchmaschine der persönlichen Wahl.
Ich will mich auch nicht über Sinn und Unsinn solcher Floskeln auslassen, auch wenn ich als studierter Sprachwissenschaftler bei der “vollsten Zufriedenheit” an das 25-Liter-Fass denken muss, dass mit 50 Litern gefüllt werden soll …
Es gibt im Deutschen keine Steigerung von voll – voller als voll läuft über und für alles weitere empfehle ich die einschlägigen Kommentare diverser Zeitungen, Magazine und Blog – bitte hierfür ebenfalls Google bemühen.

Ich stelle mir eher die Frage, wie passen die Euphemismen zur Wahrheitspflicht?
Natürlich muss das Arbeitszeugnis wohlwollend sein, was ist aber mit einem notorischen Büromittelklauer, der wegen der 20 Pakete Kopierpapier dann endgültig rausgeworfen wurde – darf das unerwähnt bleiben? Der neue Chef wird sich bedanken! Aber zum Glück lässt sich das ja verschönert ausdrücken.
“Er hat ein ganz eigenes Verständnis von Eigentum”

Und während sich vor allem die Chefs kleinerer deutscher Unternehmen (denn die haben oft keine eigene Personalabteilung, die dann auch besonders in Arbeitszeugniscodierung geschult ist) durch verschiedene Leitfäden hangeln, oder den Mitarbeiter sein Zeugnis gleich selbst schreiben lassen*, ist man in der Schweiz weiter, bzw. hat es gar nicht so weit kommen lassen.
In den Augen eines Schweizer Arbeitgebers bin ich ein “belastbarer und zuverlässiger Mitarbeiter“ – nach der üblichen Code-Leseweise irgendwie durchgefallen, doch die Schweiz ist nun mal die Schweiz. Für Mitarbeiter aus dem deutschen Ausland gibt es unter dem Arbeitszeugnis meist folgenden oder ähnlichen Satz: “Wir bekennen uns zu uncodierten Zeugnissen.” Und damit relativiert sich das Ganze wieder, denn schon stehe ich nämlich mit der Schulnote über 2 (oder 5, nach Schweizer System 😉 ) gar nicht sooo schlecht da.
Ich finde es ehrlich gesagt viel erfrischender, wenn im Zeugnis auch drinnen steht, was man meint. Natürlich ist es “verboten”, Negatives zu schreiben, deshalb wird das Negative jetzt freundlich ausgedrückt und alle sind glücklich. Wie schön – und dann entbrennen um die kleinsten Kommata und Bindewörtchen Rechtsstreitigkeiten, weil das in der Codierten Leseart nicht 2 sondern 4 bedeutet …

Sind wir mal ehrlich, wenn ich einem mittelmäßigen Mitarbeiter ein gutes Zeugnis ausstelle, tue ich niemandem einen Gefallen  (Stichwort Wahrheitspflicht) und es glaubt doch wohl niemand, dass gerade im Mittelstand beim ehemaligen Arbeitgeber auf telefonische Nachfrage nicht doch Klartext geredet. wird – ob erlaubt oder nicht
Mittlerweile sind auch in Deutschland einige Betriebe dazu übergegangen die Zeugnisse so zu verfassen, wie gemeint und dann auf die Nicht-Codierung hinzuweisen.
Dieses Vorgehen findet stets meine vollste Zustimmung!

________
*) Das Zeugnis selber schreiben zu dürfen ist einerseits gar keine so dumme Idee, immerhin weiß der Mitarbeiter selbst, auf welche Leistung er besonders stolz ist und hat auch die Möglichkeit einmal selbst über sich nachzudenken, aber oft geschieht es eben aus 2 Gründen: 1. Faulheit und 2. Unsicherheit wegen der Formulierung. So kann ich als Chef den schwarzen Peter an den bald Ex-Mitarbeiter weitergeben, nicht gerade die feine Art.

Ich bin der neugierige Geek und schreibe hier so rum.
Im normalen Leben bin ich Experte für Marketingaufbau und B2B-Marketing, Start-up Enthusiast, Kickstarter-Backer und Investor.

Saure-Gurken-Zeit

Für diese Bewerbung bräuchte ich sie,
doch jetzt ist sie ganz anders da.

Ursprünglich hatte ich geplant, meine Bewerbung im Sommer zu lancieren, denn da ist die klassische Zeit, in der sich meine Bewerbungskampagne gut verbreitet hätte.
War nicht so, ich startete im herbst und komme jetzt in die Saure-Gurken-Zeit für Jobsuchende: November & Dezember.

Das Jahr neigt sich dem Ende, i.d.R. ist der Etat komplett aufgebraucht und in vielen Firmen wird dann auch niemand mehr eingestellt, vor allem keine Berufsanfänger.
Ich stelle mir die Schreibtische der Recruitingverantwortlichen in dieser Zeit so ähnlich vor, wie die Straßen in klassischen Western – ein Dornenbusch weht durch die Einsamkeit.

Im Dezember ist es dann auch nicht mehr vorteilhaft, diesen Firmen den Lebenslauf zuzusenden. Denn während die eine Hälfte bereits körperlich, die andere dafür geistig, im Winterurlaub ist, wird eine Bewerbung meist nicht angeschaut. Im besten Fall aufs nächste Jahr verschoben, im Regelfall aber zurückgesendet, denn zum Jahresende will jeder gerne den Schreibtisch leer haben.

Es gibt allerdings auch einige Firmen, vor allem kleinere Unternehmen, die auch zum Ende des Jahres noch nach Talenten suchen und so ist auch bei mir nicht ganz Weihnachtsstille eingekehrt …

Ich bin der neugierige Geek und schreibe hier so rum.
Im normalen Leben bin ich Experte für Marketingaufbau und B2B-Marketing, Start-up Enthusiast, Kickstarter-Backer und Investor.

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