Traueranzeige

Heute mal privater Content …

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Wie ich bereits vor einiger Zeit erwähnte, bin ich in einem Generationenhaus aufgewachsen.

Da ist alles etwas anders, da hat man nicht die „Großeltern“, die irgendwo (und sei es nur drei Straßen weiter) wohnen und die man dann eben immer nur besucht (und meist ja auch nicht sehr oft). In einem Generationenhaus bekommt man als Kind mehr als die zwei „üblichen“ Erziehungspersonen, nämlich noch die Großeltern dazu – in meinem Fall die Oma.

25 Jahre lebte meine Oma Tür an Tür im gleichen Haus, ihre Wohnung war wie eine Erweiterung unserer Wohnfläche, jeder hatte einen Schlüssel für die andere Wohnung und man ging einfach so in die andere Wohnung, um zu essen, Fernzusehen oder sich zu unterhalten. So etwas bringt einander sehr nahe, die Oma wird quasi zu einem weiteren Elternteil. Dementsprechend schmerzt natürlich auch der (doch etwas plötzliche) Verlust.

Wenigstens weiß ich, dass sich der größte Wunsch meiner Oma – niemals in ein Alters-/Pflegeheim zu müssen – damit quasi erfüllt hat. Sie lebte bis zum letzten Krankenhausaufenthalt in ihrer eigenen Wohnung und konnte sich selbst versorgen – mit 93 Jahren wohlgemerkt.
Und sie konnte erleben, wie Ihre beiden Enkelsöhne eine gute Stelle fanden und auszogen – und Weihnachten zurück kamen.

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